Storys

Hinter einzigartigen Kunstwerken verbergen sich einzigartige Geschichten.

Ein paar davon möchten wir hier gerne mit Ihnen teilen.


SONNENANBETER

Ca. 2,50 m, Douglasie

 

Der Sonnenanbeter von Walter Busch ist mittlerweile wohl eine der bekanntesten Holzskulpturen Frankens (mehr dazu unter www.holzwerkstatt-sellanger.de/presse). Er entstand 2011 im Zuge der HolzART in einem "offenen Atelier" in Nordhalben.

 

Seine ausgestreckten, gen Himmel gereckten Arme verdeutlichen das Streben des Menschen nach dem Ungreifbaren, dem Übernatürlichen, der Sonne und auch der Religion.


Sein Zweittitel lautet "Homo Erectus" - der aufrecht gehende Mensch.



COYOTE

Lebensgroß, aus Kiefernholz, farbig gebeizt und geölt.

 

Die Figur des Coyoten hat seinen Ursprung in der indianischen Mythologie. Er wird oft als listiger Trickster bezeichnet, den man an seinem zwiespältigen Charakter erkennt. Obwohl er eigentlich ein harmloser Schelm und Tollpatsch ist (Vorderseite der Skulptur), ist er doch auch ein Krafttier, das sich durch Arglist und Täuschung zu mehr Erfolg und Ruhm verhilft (Rückseite der Skulptur).


Die Skulptur trägt den Zweittitel "homo homini lupus", was so viel bedeutet wie "Der Mensch ist des Menschen Wolf"...



SCHWANKENDER

Pappelholz, blau bemalt. 

 

Der Schwankende steht auf einem gewölbten Sockel ohne festen Stand, er rutscht förmlich an den Seiten hinunter. Sein torso-ähnlicher Oberkörper mit etwas verkommenen Gliedmaßen verdeutlicht zudem seine Handlungsunfähigkeit. Er weiß nicht weiter. "He is feeling blue" könnte man sagen.


Die Skulptur ist bewusst aus altem Holz gefertigt, was das Alter, die Vergänglichkeit unser aller Menschen untermauert.



Steinvogel

Gefertigt aus Granit, genauer: Aus dem Randstein einer Autobahnbrücke.

 

Der Steinvogel erweckt Assoziationen an den versteinerten Urvogel Archaeopteryx, welchem in der Evolutionstheorie eine bedeutende Rolle zukommt. Beim Steinvogel endet die Evolution allerdings eher in einer Sackgasse.

 

Zu sehen war der Steinvogel in der Ausstellung "Die Tiere kommen" am Theresienstein in Hof (September bis November 2017).